Europäischer Unternehmerpreis für das Projekt EGI
Gute Nachrichten aus Madrid: Das deutsch-niederländische INTERREG-Projekt "Euregionale Gründer-Initiative" aus dem Großraum Venlo erhielt am Montagabend (31.05.2010) den Europäischen Unternehmerpreis 2010. Überreicht wurde der Preis von Antonio Tajani, Vizepräsident der Europäischen Kommission und Kommissar für Unternehmen und Industrie, Catarina Segersten-Larsson, stellvertretendes Präsidiumsmitglied des Ausschusses der Regionen der Europäischen Union sowie als Mitglied der Jury, Patricio Rodriguez-Carmona.
Die Preisübergabe fand im Zusammenhang mit der Übernahme des Ministerratsvorsitzes durch Spanien sowie am Ende der europaweiten Woche für kleine und mittlere Unternehmen statt. Prämiert werden herausragende Initiativen, die zu einem unternehmerfreundlichen Europa beitragen, durch die Stärkung z. B. kleiner und mittlerer Unternehmen oder die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die sechs Siegerprojekte (darunter ein Sonderpreisträger) wurden durch eine Jury aus Vertretern von Unternehmen, Regierungen und der Wissenschaft aus 330 Projekten aus nationalen Wettbewerben in 28 europäischen Ländern ausgewählt.
Die "Euregionale Gründer-Initiative" gewann den Preis in der Kategorie "Unterstützung der Internationalisierung von Unternehmen". Ziel der Initiative ist es, Unternehmensgründungen entlang der deutsch-niederländischen Grenze durch grenzüberschreitende Schulungsmaßnahmen zu fördern. Durch das INTERREG-Projekt in der Trägerschaft der Fontys Hogeschulen Venlo und der Hochschule Niederrhein unter Beteiligung der Industrie- und Handelskammern beiderseits der Grenzen sollen im Rahmen von Workshops für Gründer und Jungunternehmen Grenzen überwunden, das internationale Denken geschult und neue Märkte, Absatzwege und Zielgruppen erkannt werden. Hierzu wurde aus Mitteln der EU, des Landes NRW und der Provinz Limburg ein Zuschuss in Höhe von 1,34 Mio. ? gewährt (Fördersatz 50 Prozent).
Im Projektzeitraum bis Ende 2008 wurden durch die Unterstützung der "Europäischen Gründer-Initiative" 62 Unternehmen im Grenzraum neu gegründet. Neue Arbeitsplätze wurden geschaffen, hochqualifizierte Kräfte konnten in der Region gehalten werden. Das Projekt brachte für die euregio rhein-maas-nord einen nachhaltigen Impuls für den wirtschaftlichen Austausch in der Region. Wirtschaftsministerin Christa Thoben freut sich mit den Preisträgern, deren Erfolg weiteren Grenzregionen als nachahmenswertes Vorbild dienen soll.


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